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Willkommen in der Zeitmaschine
Man soll ja immer eher nach vorne blicken als zurückschauen, aber auf diesen Seiten mache ich gerne eine Ausnahme. Hier geht es "back in time" - damit Sie zumindest eine Ahnung davon bekommen könnten, warum ich wurde, was ich bin.
LEBENSLAUF
Mein erster Berufswunsch (mit ca. 7 Jahren) war inspiriert von der US-Erfolgsserie „Ein Colt für alle Fälle“: ich wollte Stuntman werden! Mit zunehmendem Alter (sprich mit ca. 8 Jahren) erschien mir das Ganze dann doch zu gefährlich; so tauschte ich den Adrenalinkick beim freien Fall gegen das Lampenfieber im Scheinwerferlicht. Aber fangen wir mal ganz von vorne an:
Geboren wurde ich als Michael Andreas Tomis im Jahre 1976 a.d. in einer lauen Maien-Nacht um 22.22 Uhr (kein Witz!). Hätte sich mein Vater durchgesetzt, trüge ich heute übrigens den Vornamen "Kaspar" - was meiner Karriere im humoristischen Bereich bestimmt zuträglich gewesen wäre. Bereits als Kind parodierte ich wahlweise Verwandte, Lehrer und andere Autoritätspersonen, was mir neben jeder Menge Lacher vor allem Mitteilungen, Strafarbeiten und stundenlanges in-der-Ecke-stehen einbrachte (ach ja, die gute alte Zeit!). Statt in der Ecke stand ich jedoch viel lieber im Mittelpunkt und unterhielt andere Menschen. Die Mitwirkung im Schulchor, bei Schulspielen usw. verstärkte diesen Wunsch in den nächsten Jahren immer mehr.
Mit etwa 15 Jahren ging es dann los: zusammen mit meinem damaligen Bühnenpartner traten wir mit einer Mischung aus Jonglage, Feuershow und Comedy auf Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Firmenfeiern auf. In dieser Zeit reifte auch der Gedanke heran, sich an einer Schauspielschule zu bewerben. Da in meiner Familie kreative Berufe allerdings als brotlose Kunst verschrien waren, machte ich zunächst eine Ausbildung zum Reiseverkehrskaufmann. Verschiedene Stationen im sozialen Bereich, der Versicherungsbranche und im Einzelhandel folgten. Was blieb, war der Drang nach künstlerischem Schaffen und das unbedingte Verlangen, auf einer Bühne zu stehen. Dies verfolgte ich auch weiterhin nebenberuflich. Irgendwann wurden die künstlerischen Projekte immer zahlreicher und (zeit-)intensiver, was sich auf Dauer nicht mehr mit einem "normalen" Job vereinbaren ließ. Im April 2009 fasste ich schließlich den Entschluss, mich fortan ganz auf die Kunst zu konzentrieren und machte mich als Künstler selbstständig.
Ab 2012 fokussierte ich mich ganz auf Comedy und Kabarett. Als Mitglied der fränkischen Kult-Truppe „TBC – Totales Bamberger Cabaret“ sowie mit meinen Solo-Comedy-Shows stand ich auf vielen Bühnen in ganz Deutschland – darunter auch so altehrwürdige Locations wie das Mainzer Unterhaus, das Schmidt Theater in Hamburg, die Lach- und Schießgesellschaft sowie der Schlachthof in München. TV-Auftritte, unter anderem beim BR im „Vereinsheim“ sowie beim „Fränkischen FastnachtsFlitter“, folgten. Parallel dazu schrieb ich einzelne Nummern oder sogar ganze Stücke für andere Künstler und übernahm erste Regiearbeiten.
Im März 2023 verabschiedete ich mich aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen (vorerst) von der Bühne. Nach einer zweijährigen Auszeit ging es zumindest hinter den Kulissen weiter: als Regisseur, Autor und Coach für Darsteller begann ein neues und spannendes Kapitel, in welchem ich meine 30jährige Erfahrung auf der Bühne voll einbringen kann. Mittlerweile ist eine Rückkehr auf die Bühne für Anfang 2027 geplant, und auch sonst wird einiges passieren. Man darf also durchaus behaupten: es bleibt spannend!
MILESTONES

Meine erste Gitarre. Ich fühlte mich wie Jimi Hendrix, klang wohl aber eher nach Florian Silbereisen. Egal, der Enthusiasmus zählt!
1981
Mein erster öffentlicher Auftritt: 1982 am Sommerfest meines Kindergartens als "Singender Italiener". (Tausend Dank übrigens für den Zeitungsartikel an meine ehemalige Kindergartentante Reinhilde)
Dafür bekam ich die einzige Kritik, welche mir bis heute wirklich etwas bedeutet. Ich zitiere: "Besonders viel Beifall erhielt der "kleine Italiener", der sich auf der Gitarre begleitete und von seiner armen Frau und seine vielen hungrigen Kindern berichtete." *MICDROP*
1982


1989
Ich lerne jonglieren. Und zwar gar nicht mal so schlecht. Es gibt Phasen, in denen ich bis zu 4 Stunden täglich übe. Im Sommer gerne auch mal in fragwürdigen Shorts im Planschbecken stehend, wie man auf diesem Foto erkennen kann.
Nochmal jonglieren - wieder in fragwürdigem Beinkleid, diesmal aber auf einem Zeltplatz. Hier wurde ich das erste Mal engagiert, um Kids das Jonglieren & Feuerspucken beizubringen. Klingt gefährlich, aber es gab so gut wie keine Verluste (ein bisschen Schwund is´ ja immer). Viele weitere Jonglierkurse für Kinder und Jugendliche sollten folgen.
1991


1993
1993. Eine Schulturnhalle irgendwo in der fränkischen Pampa. Die fränkische Kult-Truppe "TBC-Totales Bamberger Cabaret" hat die Wände zum Wackeln gebracht. Ich wollte danach unbedingt ein Foto mit den Künstlern (bin der Typ im weißen T-Shirt).
Nie hätte ich damals auch nur davon geträumt, selbst einmal Mitglied dieser Spaß-Combo zu sein. Und schwupps - 19 Jahre später war ich dann tatsächlich für 11 Jahre dabei. Yessssssss!
Immer mehr Auftritt folgen. Vor allem mit dem Vokalensemble "Choralverkehr" (1999-2000) sowie 2001-2002 mit der A-Cappella-Gruppe "Li(e)dStrich"
Spätestens ab 2002 mit meiner A-Cappella-Formation "Gebrüder Sing" (siehe Foto) hat mich das Bühnenfieber endgültig infiziert.
Auftritte u.a. in der Comödie Fürth, für den BR, auf dem Bardentreffen Nürnberg etc. lassen den Wunsch, dauerhaft auf einer Bühne stehen zu wollen immer größer werden. 7 Jahre später wagte ich dann endlich den Sprung in die Selbständigkeit.
1999
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